Zertifizierung der CineStar-Gruppe für Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Best Practice-Beispiel

Energieffizienz im Kinobetrieb schont die Kasse und das Klima. Ob LED-Umrüstung in Foyers und Kinosälen, Modernisierung von Klima- und Kältetechnik oder Optimierung von Betriebszeiten und Steuerungssystemen – mit der Einführung eines Energiemanagementsystems bündelt die deutsche Kinokette CineStar bereits bestehende und neue Maßnahmen in einem übergeordneten, systematischen Ansatz.

 

Das Ziel ist, die Energieverbräuche kontinuierlich zu analysieren, Einsparpotenziale zu identifizieren und effiziente Maßnahmen umzusetzen. „Durch das strukturierte Energiemanagement schaffen wir erstmals eine gruppenweite Energie-Transparenz“, erklärt Nils Runge, Energiemanager der CineStar-Gruppe. „Das hilft uns, Verbräuche besser zu verstehen, Kosten zu senken und gleichzeitig einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

 

Die Zertifizierung nach ISO 50001, die in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Beratungsunternehmen Swiss Climate erfolgte, umfasst sämtliche Standorte der CineStar-Gruppe. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Einzelprojekt, sondern Teil unserer unternehmerischen Verantwortung“, sagt Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe. Bei der Auditierung unter der Leitung des TÜV Hessen sind exemplarisch mehrere Kinos geprüft worden wie beispielsweise die Standorte in Lübeck, Stralsund, Neubrandenburg Greifswald und Rostock.

Mit der ISO 50001-Zertifizierung schaffen wir eine verlässliche Struktur, um unseren Energieeinsatz transparent zu steuern und kontinuierlich zu verbessern – heute und in Zukunft. Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe

Im Rahmen des Aufbaus eines zentralen Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 werden systematisch die Energiedaten aller Standort erfasst und analysiert, um auf dieser Basis konkrete Energieziele zu definieren. Die Einführung einer verbindlichen Energiepolitik bedeutet, regelmäßige interne Audits und Energie-Kontrollen vorzunehmen sowie die Mitarbeitenden entsprechend zu schulen. Der Ausbau der Verbrauchserfassung dient dabei als Grundlage für präziseres Energiemonitoring.

 

Das am 18. November 2023 in Kraft getretene Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen mit einem jährlichen Endenergieverbrauch von 7,5 GWh dazu, ein Energie- oder Umweltmanagementsystemen nach Standards wie ISO 50001 oder EMAS einzurichten, um kontinuierlich die Energieverbrauchsdaten zu überwachen und gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umzusetzen. Unternehmen, deren jährlicher Endenergieverbrauch über 2,5 GWh liegt, sind gefordert, innerhalb von drei Jahren konkrete Umsetzungspläne für wirtschaftliche Maßnahmen zu erstellen und durch zertifizierte Stellen prüfen zu lassen.

 

Mit der Zertifizierung erfüllt die CineStar-Gruppe nicht nur die gesetzlichen Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes, sondern setzt bewusst auf den höchsten Standard im Energiemanagement. Die CineStar-Gruppe will ihre Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen. Der ganzheitliche Ansatz sieht vor, ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Effizienz und das Kinoerlebnis der Gäste miteinander zu verbinden. „Energieeffizienz ist ein Prozess – kein Projekt“, betont Runge. Die Zertifizierung ist für uns kein Endpunkt, sondern der Start für eine kontinuierliche Weiterentwicklung.“