Die Star Movie-Kinogruppe stellt sich energieautark auf
Best Practice-Beispiel
Für die oberösterreichische Kinogruppe Star Movie zahlen sich die massiven Investitionen in die eigene Energieerzeugung aus. Dank der installierten Photovoltaik-Leistung von insgesamt 2.700 kWp auf den Kinodächern und Solar-Carports werden sechs Kino-Center mit selbst produzierten Strom versorgt. Damit werden bilanziell 200 Prozent des jährlichen Strombedarfs gedeckt. Seit März 2026 verfügen die Standorte in Wels, Regau, Ried, Steyr, Tulln und Peuerbach zudem über moderne Batteriespeicher, die eine zeitversetzte Nutzung des Solarstroms ermöglichen.
Zur Star Movie-Gruppe gehören 42 Kinosäle, die mit modernster Kinotechnik wie energieeffizienten Projektoren, Dolby Atmos-Soundsystemen, Deluxe-Seating sowie regelungsoptimierten Lüftungs- und Klimaanlagen ausgestattet sind. Da der Hauptbetrieb im Kino traditionell in den Abendstunden stattfindet, war die Speicherung des tagsüber erzeugten Solarstroms die fehlende Komponente.
Mit den neuen Batteriespeichern können wir den Sonnenstrom genau dann nutzen, wenn unsere Projektoren und Soundsysteme auf Hochtouren laufen. Damit machen wir uns noch unabhängiger von schwankenden Energiepreisen.Hans-Peter Obermayr, Geschäftsführer der oberösterreichischen Kinogruppe Star Movie
Das Familienunternehmen hat rund 500.000 Euro in Stromspeicher investiert, die über eine Speicherkapazität von insgesamt 2.790 kWh verfügen. An sonnenreichen Tagen ist es damit möglich, den gesamten Kinobetrieb an sechs Standorten rund um die Uhr ausschließlich mit dem selbst produzierten Solarstrom zu betreiben. Die Speicherkapazitäten rangieren je nach Größe des jeweiligen Kino-Centers und der am Standort installierten PV-Leistung zwischen 160 und 640 kWh.
Das Star Movie Wels, das über acht Premium-Kinosäle verfügt, ist mit zwei Batteriespeichern ausgestattet. Ein Power Magic Energy Storage Cabinet besitzt eine Speicherkapazität von 258 kWh. Die Speicher werden nur für den Eigenverbrauch des Kinobetriebs verwendet. Der darüber hinaus von den PV-Anlagen produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.
Eine Netzdienlichkeit der Speicher, bei welcher der Speicher je nach Bedarf Energie ins Netz abgibt oder aus dem Netz aufnimmt, um die Stabilität zu verbessern und Lastspitzen zu reduzieren, wurde aufgrund von Mehrkosten bis zu 30.000 Euro pro Standort nicht umgesetzt. An Tagen mit wenig Sonnenschein werden die Speicher automatisch mit Strom aus dem öffentlichen Netz aufgeladen, wenn die Börsenstrompreise am günstigsten sind. Diese preiswerte Energie wird in den teuren Spitzenzeiten genutzt, was zur Optimierung der Betriebskosten beiträgt.
Insgesamt haben die beiden Brüder Hans-Peter und Klaus Obermayr in den letzten zehn Jahren etwa zwei Millionen Euro in Energieoptimierungen, Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher investiert, um die Kinogruppe in die Energieautarkie zu führen. „Wir rechnen mit einer Amortisierung innerhalb von neun bis zehn Jahren, je nachdem wie sich die Strom- und Netzpreise entwickeln“, sagt Hans-Peter Obermayr. „Die Speicher sind seit Anfang März in Betrieb und an den sonnigen Tagen konnten wir jedes Center mit Speicher bereits 24 Stunden autonom betreiben.“




