Das Elbe Filmtheater in Hamburg setzt auf effizienten Laser-Projektor

Best Practice-Beispiel

Das Elbe Filmtheater in Hamburg-Osdorf spart dank dem Einsatz eines 4K-Laserprojektors rund ein Drittel seines Stromverbrauchs ein. Das Traditionshaus, das zu den ältesten Stadtkinos in der Hansestadt gehört, verfügt über eine der größten Leinwände in Hamburg. Der komplett barrierefreie Kinosaal, der 2017 einer umfangreichen Generalsanierung unterzogen wurde, bietet insgesamt 224 Besucher*innen Platz.

 

„Wir sparen durch den Laserprojektor innerhalb des Vorführraums etwa 30 bis 35 Prozent an Energie ein“, erklärt Nick Jansen, Juniorchef der Filmtheaterbetriebe Jansen. „Die größte Ersparnis wird dadurch erzielt, dass wir im Vorführraum keine Klimaanlage mehr benötigen.“ Das hat zudem den Vorteil, dass durch die Außerbetriebnahme der RLT-Anlage keine Kosten mehr für die jährliche Wartung anfallen.

 

Die regelmäßige Inspektion von raumlufttechnischen Anlagen mit einer Nennleistung für den Kältebedarf von mehr als 70 Kilowatt ist im Gebäudeenergiegesetz (§75 GEG ) gesetzlich vorgeschrieben. Allein durch das Abschalten der Klimaanlage im Vorführraum fallen im Elbe Filmtheater bis zu 2.000 Euro im Jahr weniger Kosten an. Der alte Digitalprojektor im Elbe Filmtheater hat dort nach rund zehn Jahren Laufzeit zwar ausgedient, fungiert aber weiterhin als Ersatzteillager für die anderen Digitalprojektoren, die in den Kinos der Filmtheaterbetriebe Jansen nach wie vor im Einsatz sind.

Der neue Laserprojektor ist wesentlich energieeffizienter als der bisherige Digitalprojektor. „Wir haben uns für das Modell SP4K-12C von Barco entschieden“, sagt Nick Jansen. Laut den Angaben des Herstellers beläuft sich der Stromverbrauch auf 8 lm/W. Im Energiesparmodus sinkt der Verbrauch sogar unter drei Watt. Ein großer Vorteil beim Einsatz von Laserprojektoren besteht darin, dass die Xenon-Lampen nicht mehr ausgetauscht werden müssen. „Dadurch vermeiden wir Elektroschrott und sparen Geld, denn ein Xenon-Kolben kostet rund 600 Euro.“

 

Bei Laserprojektoren müssen die Filter regelmäßig gewechselt werden, was dank des modularen Projektor-Designs der Serie 4 einfach zu handhaben ist. Die Abdeckung des Laserprojektors lässt sich ohne Werkzeug öffnen. Beim Design dieser Laserprojektoren wurden Anforderungen wie Reparaturfähigkeit und Rezyklierbarkeit berücksichtigt. Das gilt auch für die Auswahl der Materialien. Als Träger für die elektronischen Bauteile dienen halogenfreie Leiterplatten.

 

Die Investition in den 4K-Laserprojektor zahlt sich für das Elbe Filmtheater durch die geringeren Energiekosten und die Vermeidung von Verbrauchsmaterialien aus. Die Finanzierung des 85.000 Euro teuren Laserprojektor ist maßgeblich durch das Zukunftsprogramm Kino der BKM unterstützt worden. „Dank dieser Anschaffung können wir unserem Kinopublikum eine perfekte Bildqualität bieten“, resümiert der Theaterleiter Nick Jansen.