Beteiligungsplattform zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser
Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltwassertages am 22. März hat das Bundesumweltministerium (BMUKN) eine Online-Beteiligungsplattform zur Nationalen Wasserstrategie aufgelegt. Unternehmen, Verbände, Kommunen, Wirtschaft, Industrie und BürgerInnen sind eingeladen, ihren Beitrag zum Schutz der Gewässer und unseres Wassers sichtbar zu machen.
„Wasser geht uns alle an und ist unsere Lebensgrundlage. Diese wertvolle Ressource steht jedoch zunehmend unter Druck – durch den Klimawandel, Extremwetter, steigende Nutzung und Verschmutzung“, erklärt Bundesumweltminister Carsten Schneider. „Mit der Nationalen Wasserstrategie schaffen wir die Grundlage dafür, unsere Wasserressourcen auch in Zukunft zu sichern und unsere Gewässer besser zu schützen.“
Die globale Wasserkrise betrifft zwar alle Menschen auf der Welt, jedoch mit ungleich verteilten Folgen. Neben der direkten Wassernutzung hat der mit unserem Konsumverhalten verbundene Wasserfußabdruck entscheidende Auswirkungen auf die Wasserressourcen in anderen Ländern und Regionen auf der Welt. Gesunde Gewässer, intakte wasserbasierte Ökosysteme und ein funktionsfähiger Wasserhaushalt sind zentrale Voraussetzungen, um die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten.
Um auch künftigen Generationen eine nachhaltige Nutzung der oberirdischen Gewässer und des Grundwassers zu ermöglichen, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem verfügbaren Süßwasser nötig. Das erfordert es, den Wasserverbrauch zu verringern, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zu ergreifen sowie Schadstoffeinträge weitgehend zu reduzieren.
Bei der Nationalen Wasserstrategie steht die Vorsorge im Mittelpunkt. Ziel ist, dass in Zukunft eine sichere, bezahlbare und leistungsfähige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung erhalten bleibt. Dies beinhaltet ein effektives Risiko- und Krisenmanagement bei Extremereignissen wie Starkregen oder Wasserknappheit.
Während Regenwasser früher so schnell wie möglich abfließen sollte, wird heute mit der Schwammstadt das Ziel verfolgt, Wasser als wertvolle Ressource lokal zu puffern. Starkregenereignisse führen in Städten schnell zu einer Überlastung der bestehenden Wasserinfrastruktur. Verschärft wird die Problematik durch versiegelte Flächen, so dass es durch das Niederschlagswasser vermehrt zu Überflutungen kommt.
Natürliche als auch technische Wasserspeicher sind essenziell, um besser auf Trockenzeiten und Starkregenereignisse vorbereitet zu sein. Bei einer Wasserknappheit in Dürrezeiten werden gemeinsam erarbeitete Leitlinien benötigt, die für transparente Entscheidungen sorgen. Entscheidend ist deshalb die Abstimmung vor Ort in Kommunen, Unternehmen, Verbänden, Wirtschaft, Industrie und Initiativen.
Mit der neuen Beteiligungsplattform machen wir sichtbar, wo bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und wirken.Bundesumweltminister Carsten Schneider
Die BürgerInnen sind aufgefordert, ihre Erfahrungen, Wahrnehmungen und Erwartungen zum Thema Wasser auf der Plattform zu teilen. Unternehmen, Verbände, Initiativen und Forschungseinrichtungen können ihre Projekte und Maßnahmen auf einer Projektkarte eintragen. Dadurch soll sichtbar werden, wie die Nationale Wasserstrategie bereits umgesetzt wird und welche Ansätze sich übertragen lassen.
Die Beiträge fließen in einen Bericht zum aktuellen Stand der Nationalen Wasserstrategie ein, der Anfang 2027 veröffentlicht werden soll. Besonders anschauliche Beispiele werden bei Fachveranstaltungen präsentiert. Die Registrierung und Platzierung von Beiträgen auf der Beteiligungsplattform ist bis zum 4. Mai 2026 möglich.

