Leckere Lakritzmischungen im Odeon Filmtheater
Best Practice-Beispiel
Im Odeon Filmtheater in der Kölner Südstadt können die Gäste köstliche Lakritzmischungen in verschiedenen Geschmacksrichtungen genießen, die dort im Tütchen mit einem Füllgewicht von 240 Gramm angeboten werden. „Bei uns an der Kinotheke haben die Gäste die Wahl zwischen süßen, salzigen oder süß-salzigen Lakritzen“, sagt Martin Roelly, Theaterleiter im Odeon Filmtheater. Die Abfüllung der Lakritz-Sorten erfolgt direkt in Köln bei der Firma Kuletsch.
In diesem Lakritz-Fachgeschäft bietet der Inhaber Olaf Dormann rund 400 verschiedene Lakritzsorten an, welche sich die Kund*innen nach Bedarf lose zusammenstellen können. Die Lakritztüten werden im Kino zum selben Preis wie im Laden angeboten. „Die Marge funktioniert für uns“, erklärt Martin Roelly. „Wir unterstützen uns gegenseitig.“ Die Lakritzmischungen kommen inzwischen gut beim Kölner Publikum an. Nach einer gewissen Vorlaufzeit sind viele Besucher*innen auf den Geschmack gekommen. „Das ist allerdings keine Massenware, da sie mit sechs Euro relativ hochpreisig ist“.
Bei dem lokalen Lieferanten werden die Lakritze als Kiloware angeboten. „‘Kuletsch‘ ist Kölsch und bedeutet Lakritze“, erklärt Olaf Dormann, der seit fünf Jahren das Fachgeschäft betreibt. Die losen Lakritzspezialitäten bezieht er von verschiedenen Manufakturen in Italien, Deutschland, den Niederlanden, Finnland, Schweden und Dänemark.
Ein großer Rohlakritz-Hersteller ist das italienische Traditionsunternehmen Amarelli, das schon seit 1731 im Lakritzgeschäft tätig ist. Das Extrakt für seine hochwertigen Lakritzprodukte wird in Kalabrien aus regionalen Süßholzwurzeln gewonnen. Das Ernten der bis zu drei Meter langen Süßholzwurzeln ist aufwändig, da diese nur per Hand aus der Erde gerissen werden können und die Hauptwurzeln dabei im Boden verbleiben müssen. Nach vier Jahren sind die Wurzeln wieder nachgewachsen und können erneut geerntet werden.
Glycyrrhiza glabra, die Wurzel des Süßholzstrauches, dient als Grundstoff für die Herstellung von Lakritz. Dabei werden die Wurzeln geschreddert und aus den Raspeln wird in einem Stahlbehälter mittels Wasserdampf der Wurzelsaft extrahiert. Der Extrakt wird rund zwölf Stunden lang unter ständigem Rühren in Kesseln gekocht und eingedickt. Der Saft nimmt durch den Oxidationsprozess eine dunkle Farbe an. Die zähe Masse erstarrt schließlich zu Laiben, die ausgewalzt, schmal gezogen und in Stücke geschnitten werden.
Die blaulila blühenden Stauden besitzen einen hohen Stellenwert als Heil- und Nutzpflanze, denn reine Lakritze wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, krampf- und schleimlösend. Das in älteren Wurzeln befindliche Glycyrrhizin verfügt über eine 150 Mal stärkere Süßkraft als der Saft des Rohrzuckers und ist daher sowohl bei Süßwarenherstellern als auch bei Pharmaunternehmen aus der ganzen Welt gefragt.
Zu den zahlreichen Lakritzvarianten, die in Köln angeboten werden, gehören unter anderem veganes Lakritz ohne Gelatine. „Wir bieten beispielsweise Lakritze an, die halal ist“, sagt Olaf Dormann. „Es gibt aber auch zuckerfreie Lakritze sowie laktose- und glutenfreie Sorten.“ Einen Überblick über die entsprechenden Produkteigenschaften gibt ein Kennzeichnungssystem, das den Kund*innen im Laden anhand farbiger Rauten eine schnelle Differenzierung ermöglicht.
Auf den Lakritztüten, die für das Odeon Filmtheater befüllt werden, sind jeweils die Inhaltsstoffe sowie die entsprechenden Allergene auf dem Etikett aufgeführt. „Bei Bedarf können wir für jede Lakritzmischung sofort ein Datenblatt liefern“, erlärt Olaf Dormann. Die Abfüllung erfolgt in braune Papiertüten, die ein Sichtfenster besitzen. Die Wahl fiel auf Tüten, weil die Kinogäste diese bei Bedarf leichter nach der Vorstellung mitnehmen können.
Die Lakritzmischungen werden von dem Laden am Eigelstein-Tor direkt in die Kölner Südstadt zum Odeon Filmtheater geliefert, das per Luftlinie rund fünf Kilometer entfernt ist. „Seit der Einführung haben wir rund 800 Lakritztüten bei uns verkauft“, berichtet Martin Roelly, der die Lakritzmischungen prominent auf der Concession-Theke platziert, damit das Publikum darauf aufmerksam wird.







