Popcorn-Aktion zum Day of Zero Waste im CineStar
Best Practice-Beispiel
Mit dem International Day of Zero Waste haben die Vereinten Nationen einen globalen Aktionstag für Abfallvermeidung ins Leben gerufen, der jedes Jahr am 30. März stattfindet. Aus diesem Anlass hat die deutsche Kinokette CineStar eine Popcorn-Aktion gestartet, bei der die BesucherInnen aufgefordert worden sind, ihre eigenen Behälter ins Kino mitzubringen und mit frischem Popcorn befüllen zu lassen. Ob Kochtopf, Auflaufform, Brotdose oder eine Wanne – erlaubt waren alle Behälter, die sauber und für Lebensmittel geeignet sind.
Die Resonanz auf diese deutschlandweite BYO-Kampagne (Bring Your Own) war bereits im Vorfeld groß. Das Video erhielt in den sozialen Medien mehr als 20.000 Likes. Bei dieser Aktion, die am 30. und 31. März stattfand, war das Fassungsvermögen der mitgebrachten Behälter auf maximal acht Liter begrenzt. Dabei galt eine Befüllung pro Person und pro Tag zum Preis von sechs Euro, die nicht mit anderen Angeboten oder Menüs kombiniert werden konnte.
Mit dem Snackkauf im eigenen Behältnis hat CineStar seine Gäste dazu eingeladen, Teil dieser Idee zu werden und zu zeigen, wie sich der Kinobesuch nachhaltiger gestalten lässt, ohne dabei auf Genuss zu verzichten.
Große Gefühle auf der Leinwand und ein gutes Gefühl beim Snack: Mit unserer Popcorn-Aktion möchten wir zeigen, dass Nachhaltigkeit unkompliziert sein kann und wunderbar zum Kinoerlebnis passt.Oliver Fock, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe
Mit dem Day of Zero Waste soll das Bewusstsein geschärft werden, Ressourcen effizienter zu nutzen und Abfälle zu vermeiden. Eine zentrale Rolle spielen dabei Verpackungsabfälle von Serviceverpackungen von Lebensmitteln. Im Rahmen der neuen europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) werden striktere Vorgaben eingeführt, wiederverwendbare Verpackungen einzusetzen.
Beim Zero Waste Day 2026 haben die Vereinten Nationen einen besonderen Fokus auf die Verschwendung von Lebensmitteln gelegt. Jedes Jahr werden mehr als eine Milliarde Tonnen Lebensmittel als Abfall entsorgt. Food Waste erfolgt nicht primär bei den EndverbraucherInnen, sondern bereits bei der Planung, Produktion sowie dem Vertrieb von Lebensmitteln. Ursachen dafür sind Überproduktion durch ungenaue Absatzprognosen, eine ineffiziente Logistik, zu lange Lagerzeiten sowie mangelnde Flexibilität bei der Vermarktung von Restmengen.
Angesichts steigender Rohstoffpreise, strengerer ESG-Vorgaben (Environmental, Social und Governance) sowie dem wachsenden Kostendruck wird Abfallvermeidung zur Management-Aufgabe. Der Zero Waste Day setzt deshalb nicht erst am Ende der Kette an, sondern empfiehlt Unternehmen, operative Maßnahmen zu überprüfen. Dazu gehören die Reduzierung von Einwegmaterialien, die Umsetzung von Wiederverwendungskonzepten sowie interne Schulungen, um Mitarbeitende für Abfallvermeidung zu sensibilisieren.







